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Segment „Menschen mit Behinderung“ leistet wichtigen Beitrag für den Arbeitsmarkt und die Regionen in Nordrhein-Westfalen.

„Die Sichtweise, dass Menschen mit Behinderung nur „Leistungsempfänger“ sind, ist veraltet und nicht haltbar. Im Rahmen des Fachgespräches „Wirtschaftliche und sozioökonomische Aspekte“, wurde vom Sozialwerk St. Georg e.V. am Beispiel der Emscherwerkstätten in Gelsenkirchen gezeigt, dass die Gesellschaft von jedem in 2009 in die Emscher-Werkstatt investierten Euro 52 Cent zurück bekommen hat“, so der nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald, anlässlich der Präsentation seiner ersten Publikation „Inklusion macht die Gesellschaft reicher. Durchsetzen, mitwirken, anregen.“ heute (25. Juli 2011) in Düsseldorf. Das über 100-seitige Dokument stellt in 16 Reportagen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen dar und vermittelt ein Bild sowohl über positive Entwicklungen als auch Optimierungsbedarfe in Nordrhein-Westfalen. Außerdem enthält der Bericht die Ergebnisse der Workshops „Reisen“, „Sport“ sowie „Wirtschaftliche und sozioökonomische Aspekte“.

Killewald betonte in diesem Zusammenhang, dass auch der nordrhein-westfälische Arbeitsmarkt erheblich von dem Segment „Menschen mit Behinderung“ profitiere. Das Fachgespräch habe gezeigt, dass allein durch die Finanzierung der Eingliederungshilfe bei den beiden Landschaftsverbänden 55.000 Vollzeitstellen geschaffen wurden. Vor diesen Hintergründen forderte er, dass bei zukünftigen Planungen auch die wirtschaftlichen und sozioökonomischen Aspekte des Sektors „Menschen mit Behinderung“ eine Rolle spielen müssen.

Norbert Killewald: „Überraschend war die von den Fachgesprächsteilnehmern dargestellte Tendenz, dass sich erhebliche Steuereinnahmen des Bundes aus dem Diensteistungs- und „Produktionssektor“ der Hilfen für Menschen mit Behinderung erschließen, während die kommunale Familie im Vergleich kaum Steuereinnahmen aus diesem Bereich erhält. Dies eröffnet aus meiner Sicht einen neuen Blickwinkel auf die Frage der gerechten Lastenverteilung zwischen den einzelnen Akteuren.“

Der Bericht ist auf den Internetseiten der Landesbehindertenbeauftragten unter www.lbb.nrw.de veröffentlicht.

 

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