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Landesbehindertenbeauftragter: Verkehrsunternehmen lassen Behinderte im Regen stehen!

Killewald fordert Moratorium statt Beförderungsverbot von E-Scootern

Der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Mehrere Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen verweigern laut Medienberichten seit Kurzem die Beförderung gehbehinderter Menschen, die auf Elektromobile, sogenannte E-Scooter,  angewiesen sind. Norbert Killewald, nordrhein-westfälischer Landesbehindertenbeauftragter beklagt: „Damit schränken die Verkehrsbetriebe die Mobilität von Menschen mit Behinderungen stark ein und lassen sie im Regen stehen. Ein unhaltbarer Zustand!“

Für Killewald steht damit die Frage im Raum „inwieweit die Verkehrsunternehmen und die Verkehrsverbünde ihren Verpflichtungen überhaupt noch angemessen nachkommen. Immerhin erhalten sie allein in Nordrhein-Westfalen dreistellige Millionenbeträge pro Jahr, um die betroffenen Menschen mit Behinderung zu transportieren!“ 

Ziel einer inklusiven Gesellschaft müsse es sein, dass Menschen so oft und so lange wie möglich selbstständig leben und in ihrer  eigenen Wohnung und dem vertrauten Umfeld bleiben können. Ein E-Scooter erleichtere derzeit über 30.000 Betroffenen im Land den Besuch beim Hausarzt, bei der Stadtverwaltung oder den Weg zum Einkaufen.

Darauf verwiesen auch die Behindertenverbände schon seit längerem und hätten unter der Moderation des Landesverkehrsministeriums mit den Verkehrsbetrieben in den vergangenen Wochen nach Lösungswegen gesucht. „Die Verkehrsunternehmen haben diesen gemeinsamen Weg verlassen und stattdessen eine von Ihnen einseitig in Auftrag gegebene Gefährdungsabschätzung der E-Scooter vorgelegt. Die Einwände und die Vorschläge der Behindertenverbände fanden bei den Unternehmen kein Gehör. Klare sachdienliche Argumente und Erfahrungen der Betroffenen hatten keinen Platz“, so Killewald. Killewald fordert ein Moratorium und eine zügige Lösung des Problems im Interesse der behinderten Menschen.

Ein vom NRW-Verkehrsministerium beauftragtes Machbarkeitsgutachten wird im ersten Quartal 2015 erwartet.

 

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