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Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern beschließen Magdeburger Thesen

Digitalisierung darf keine neuen Barrieren schaffen

Foto: 53. Treffen der Beauftragten für behinderte Menschen und der BAR in Magdeburg

Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern haben sich bei ihrem Treffen vom 18. bis 19. Mai 2017 in Magdeburg dafür ausgesprochen, Menschen mit Behinderung bei der Gestaltung der Digitalisierung zu beteiligen. Der Strukturwandel „4.0“ muss genutzt werden, um Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen das Recht auf Arbeit von allen Menschen gleichberechtigt in Anspruch genommen werden kann. Die Digitalisierung muss zur Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes genutzt werden und darf nicht zu neuen Barrieren für Menschen mit Behinderung führen. Die Magdeburger Thesen betonen folgende Aspekte:

 

  • Die Nutzung der Digitalisierung zur Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes und die Gestaltung von Rahmenbedingungen durch die Politik - sich bietende Chancen zur Teilhabe am Arbeitsleben müssen genutzt und Isolierung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung durch die Digitalisierung verhindert werden.
  • Die Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2012 des Europäischen Parlaments zur Schaffung barrierefreier informationstechnischer Systeme durch Bund und Länder bis zum 23.09.2018 – eine entscheidende Voraussetzung, um Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu gewährleisten.
  • Die Notwendigkeit einer aktiven und konstruktiven Begleitung der Verhandlungen zur Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen mit der EU-Kommission durch Bund und Länder .
  • Die Notwendigkeit eines sofortigen barrierefreien und inklusiven Zugangs zu allen Bildungsmöglichkeiten für alle Menschen – denn die Entwicklungen und Anforderungen der Zeitalters 4.0 benötigen Qualifizierungen.
  • Die Notwendigkeit partizipativer wissenschaftlicher Begleitung des gesellschaftlichen Wandels im Zeitalter 4.0 und den damit einhergehenden Chancen und Risiken für Menschen mit Behinderung – um Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund von Behinderung festzustellen und zu beseitigen, müssen Daten erhoben und Empfehlungen für Verwaltung und Wirtschaft erarbeitet werden.

Die Konferenz der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern kommt zweimal jährlich zusammen, um sich über wichtige behindertenpolitische Themen auszutauschen. Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen ist ständiges Mitglied der Konferenz.

Hier können Sie die Magdeburger Thesen herunterladen.

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